Eigene Beiträge / Personal Contributions

 

Versuch einer Aufarbeitung

verschiedener Themen

in Form von kurzen Essay's.

Themen / Issues

Es wird Zeit, dass wir Alle entschlossen nein sagen zum geplanten sogenannten Freihandelsabkommen TTIP.

 

 

Die Gründe liegen auf der Hand. ( Es gibt keine Große Lösung )

 

Bei Letzteren, dem TTIP - wie schon früher beim GATT- steht die Frage im Raum,

um wessen Freiheit geht es denn hier, doch nicht um die Freiheit der Menschen,

nein es geht um die Freiheit der multinationalen Geldmaschinen

- sich weiterhin schamlos an Meschen und kleinen Nationen,

  ohne Limits grenzenlos bereichern zu können - .

 

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Ohne Skrupel werden dafür ständig , massiv, dringend benötigte Ökosysteme unnötig in Gefahr gebracht, oder zerstört,

- DAS LAND -

 

- das Land von dem unsere Nahrung kommt,

- das Land  das uns nährt und kleidet,

- das Land das Habitat ist nicht nur für uns, nein auch für alle anderen

   unserer Mitgeschöpfe,

 

unserer Mitgeschöpfe ohne die wir nicht existieren könnten, wir alle lassen zu,

dass es ständig weiter zerstört wird, degradiert wird für industrielle Zwecke.

 

Mittlerweile unterliegt die kreatürliche Welt  nahezu vollständig der Gnade der

industriellen Prozesse. Wieviel dieser Schäden wiedergutzumachen sind bleibt

abzuwarten

 

Unser fundamentales Problem ist

die ständige Zerstörung - unsere ständige Zerstörung -

unserer natürlichen Welt,

 

hervorgerufen durch den absolut unvereinbaren Widerspruch zwischen der naturlichen Welt und der technisierten Welt unseres IndustrialismusOhne jeden Zweifel stellt die industrielle Zerstörungswut / -kraft unsere große Krankheit dar.

 

So hart es auch klingen mag, für unsere entwurzelte, z.Teil fehlgebildete Gesellschaft,

gilt es zu akzeptieren, sowie für ihre Lieblings- Ökonomen zu glauben, dass die Zukunft unserer Nahrung nicht trennbar ist von unserm Land, unseren Ackerböden und dies wiederum hängt davon ab - und ist nicht trennbar - wie sehr wir diese in Acht nehmen, pflegen, erhalten.

 

Um eine Welt mit immer mehr Menschen Jahr für Jahr - auf eine lange Zeit zu ernähren - dazu bedarf es einer Kultur welche Lebensbedingungen schafft die

sich anpassen, millionenfach in kleinen, einzigartigen, unverwechselbaren , spezifischern kleinen Orten, Farmen, Kommunen / Gemeinden. Orten, Farmen, Kommunen / Gemeinden in genau der Gestalt und Kultur wie sie der Industrialismus seit jeher vorsätzlich falsch bewertet hat, verunglimpft hat, in perfider  Weise diskriminiert,

sowie entwurzelt und zerstört hat und dies weltweit noch immer tut.

 

Diese Zerrstörung nähert sich scheinbar mit immer größeren Schritten dem Ende zu. Alle humanistischen Ziele - aus der Zeit der französischen Revolution - scheinen über Bord zu gehen im Wahn des Größer - Besser - Weiter.

 

Maß und Ziel triften - wie es scheint - stetig weiter auseinander. Unser sog. demokratisches System verliert mehr und mehr sein Gesicht. Entscheidungen

hin zur Menschlichkeit werden ständig durch Entscheidungen betriebswirtschaftlicher Natur hin zu Maximierung der zu erzielenden Vorteile

und Gewinne für Unternehmungen ersetzt.

 

Der Mensch, - Wir  - werden, zum leicht austauschbaren Produktionskalkül. Dagegen müssen wir uns wehren wenn wir Menschen bleiben wollen. Es wird keine Große Lösung geben, sondern nur tausende kleine. Die Zeit der großen unüberschaubaren Konzerne

muss im Namen der Humanität ein Ende finden.

 

Handeln  wir nicht dementsprechend, dann werden wir eingereiht in die Reihe der Maschinen, der ersetzbaren, der austauschbaren Maschinen, in der Reihe der Produktionsprozesse. So werden wir dann von den Industrialisten auch behandelt, wie Maschinen,  in jeglicher/ aller  Konsequenz. Human Resources eben !

 

Wir müssen uns von der Illusion befreien, dass Schäden welche durch die Industrialisierung unserer Gesellschaft - im Rahmen unseres Menschseins entstanden

sind -. durch noch mehr Industrialisierung korrigiert werden könnten. Das Gegenteil

davon ist hier viel eher zu erwarten.

 

Dummheit kann nicht durch eine weitere Dummheit geheilt werden.

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Gleichwohl müssen wir dringend die Aufgabe annehmen - und ernst nehmen - in kurzer Zeit, auf humane Art und Weise, global, an die 8 Milliarden Menschen zu ernähren.

Oder wir müssen mindestens der Hälfte davon erklären, dass dies aus den und den Gründen nicht mehr geht, dass sozusagen die Gläser mehr als halb leer sind.

Wir müssen die große Aufgabe annehmen Nahrung für Alle bereitzustellen, sowie Energie für die mittlerweile ach so alltäglichen Dinge bei uns und im Rest der Welt, Global halt.

 

Wer die wirkliche Globalisierung will, der darf vor dem Teilen, dem Teilen mit den Anderen, nicht zurückschrecken. Das gilt natürlich vor allem für den Raffer der weltweit unterwegs ist um seinen  unersättlichen Hunger nach "Mehr" zu stillen. Tut er dies nicht, TEILEN, dann ist die Chance groß, dass die Weltgesellschaft  - auch die sogenannte westliche-  um mindestens zweihundert Jahre, oder mehr, in ihrer Sozialisation zurückfällt,  die ersten Anfänge davon kann man täglich in den Medien mit größter

Abscheu wahrnehmen.

 

Wir alle müssen dringend beginnen unsere limitierten Möglichkeiten nicht nur zu erkennen und unsere Fähigkeiten daraufhin einzurichten -sondern diese auch zu akzeptieren- und unser Handeln danach auszurichten. Nur dann können wir mit der Zeit den richtigen Maßstab für unser zukünftiges Handeln finden und letztendlich beginnen uns notwendigerweise in das  einzuordenen - vielleicht sogar unterzuordnen - was uns von der Natur / "Dem Land" bereitgehalten und gegeben wird.

 

Wenn wir dies schaffen, dann haben wir begonnen die Wurzeln unserer Probleme  zu erkennen und zu verstehen. Wir müssen akzeptieren, dass dieser Weg recht harte, teilweise radikale Veränderungen mit sich bringen wird. Weiter werden wir er-

kennen müssen, dass uns auf diesem Weg Politiker, Experten oder multinationale

und nationale Unternehmen keine große Hilfe sein werden oder können, da diese i.d.R

zuallererst versuchen ihren Stautus Quo zu erhalten anstatt einer Veränderung zuzu-stimmen.

Wenn wir all dies beginnen zu erkennen, dann wird der mögliche Ausweg aus

der sich jetzt abzeichnenden Krise  täglich klarer und gangbarer.

 

Dann gibt es noch Hoffnung !

 

Klaus Textor

Erntedank

 "The Eleventh Commandment"  

 - Das 11.  Gebot - 

 

Schlußfolgerungen von Walter C. Lowdermilk,

Boden Umweltschützer für den Soil Conservation Service der USA, über den bemerkenswerten Umgang jüdischer Siedler mit ihrem Land und den Wasservorräten.

Dies fasst er zusammen in seinem 1939 in Jerusalem

gesendeten Radiointerview unter der Überschrift.

 

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" Thou shalt inherit the Holy Earth as a faithful steward, conserving its resources and productivity from generation to generation. Thou shalt safeguard thy fields from erosion, thy living waters from drying up, thy forests from desolation and protect thy hills from overgrazing by thy herds, that thy descendents may have abundance forever.

 

If any shall fail in this stewardship of the land, thy fruitful fields shall become sterile, stony ground and wasting gullies and thy descendents shall decrease and live in poverty or perish from off the face of the earth."

 

 

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"Du sollst die Heilige Erde als ein treuer Verwalter erben , ihre Ressourcen und die Produktivität von Generation zu Generation erhalten. Du sollst deine Felder vor Erosion , deine Wasserquellen

vor dem Austrocknen , deine Wälder und Hügel vor Verwüstung schützen und  vor der Überweidung durch deine Herden, dass deine Nachfahren für immer Überfluss haben.

 

Falls einer in dieser Verwaltung des Landes scheitert, sollen deine fruchtbaren Felder unfruchtbar,  zu steinigem Boden werden und durch Erosionsrinnen abgetragen sein,  und deine Nachkommen sollen geringer werden in ihrer Zahl, in Armut leben oder vom Antlitz der Erde verschwinden."

 

Übersetzung Klaus Textor

 

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Landethik                       Bearbeitet und ergänzt von Klaus Textor

 

 

Über die Land Ethik von Aldo Leopold 

 

1)  Jegliche bisher entstandene Ethik basiert auf einer einzigen Voraussetzung: dass das Einzelwesen Mitglied einer Gesellschaft voneinander abhängiger Teile ( Teiler ) ist.

 

 

2) Landethik erweitert lediglich die Grenzen des gesellschaftlichen Gemeinwesens und schließt Böden, Gewässer, Luft Pflanzen und Tiere zusammengefaßt als „ Das Land „ ein.

 

 

3) Eine Landethik wandelt die Rolle des Homo Sapiens vom Eroberer der Landgemeinschaft zu einem einfachen Mitglied und Mit- Bürger in ihr.

 

 

4) Das verlangt vom Menschen, Achtung vor dem Mit- Menschen und auch Achtung sowohl vor den weiteren Mitgliedern der belebten als auch der unbelebten Gemeinschaft als solcher.

 

 

5)  Die Wirkweise ist für jede Ethik gleich:

gesellschaftliche Anerkennung für richtiges Handeln,

gesellschaftliche Mißbilligung für falsches Handeln.

 

 

6) Der Auslöser der den evolutionären Prozeß einer Ethik in Gang setzen könnte ist:

Hört damit auf, die Frage, z.B. der Bodennutzung, nur als materielles Problem anzusehen. Entfernt euch von den Auslegungen der abrahamischen Denkweise , des -macht euch die Welt/ das Land untertan- .

Werdet Verantwortung tragendes Mitglied der „ Landgemeinschaft „ , „ Des Landes „ .

 

 

7)  Betrachtet jede Frage unter dem Gesichtspunkt, was ethisch und ästhetisch richtig sowie wirtschaftlich und ökologisch angemessen ist bezüglich der Lebenssituation des Menschen.

Das bedeutet dann, dass :

 

eine Handlung richtig ist,

wenn sie dazu beiträgt, die Integrität, Diversität ( Biodiversität), Stabilität und Schönheit der Natur, „ Des Landes „ , unseres gesellschaftlichen Gemeinwesens, zu erhalten.

eine Handlung falsch ist,

wenn sie das Gegenteil bewirkt.

( Das bedeutet Nachhaltigkeit, nachhaltiges Handeln für die folgenden Generationen wird gefordert, um deren Lebensgrundlage zu erhalten. )

 

§ 20a Grundgesetz der Bundesrepublick Deutschland: Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung durch die Gesetzgebung und nach Maßgabe von Gesetz und Recht durch die vollziehende Gewalt und Rechtssprechung.

( Natürliche Lebensgrundlagen = Das Land )

 

8)  Im Verlauf der menschlichen Geschichte haben wir, der Mensch ( hoffentlich ) gelernt, dass die Rolle des Eroberers selbstzerstörerisch ist.

 

Warum ?

Weil für eine solche Rolle vorausgesetzt wird , dass der Eroberer ex cathedra weiß, wodurch das Gemeinwesen funktioniert, was und wer von Bedeutung ist und was und wer im Leben des Gemeinwesens möglicherweise nicht so wichtig ist.

Es stellt sich stets heraus, dass er weder das eine noch das andere weiß, und deshalb sind seine Eroberungen letztendlich selbstzerstörerisch.

 

 

9)  Noch nie wurde eine bedeutende Änderung der Ethik erreicht, ohne dass es eine wesentliche Veränderung unserer intellektuellen Grundlagen, unserer Loyalitäten, Neigungen und Überzeugungen gegeben hätte.

Das soziale Gewissen muß vom Menschen auch auf „ Das Land „ als gesellschaftliches Gemeinwesen ausgedehnt werden.

 

 

10)  Das Land der Freien, die Heimat der Tapferen ist mehr als nur Boden.

 

Es gilt,

- die heimischen Pflanzen und Tiere halten den (Energie) -Kreislauf in Gang; ob Fremde das vermögen , ist unklar.

  • vom Menschen verursachte Veränderungen sind von anderer Art als die Entwicklungsgeschichtlichen und haben oft umfassendere Auswirkungen, als beabsichtigt oder vorgesehen.

  • dies ist Das Land, Die Landgemeinschaft, unser gesellschaftliches Gemeinwesen.

 

 

11) So spiegelt also Landethik das Vorhandensein eines ökologischen Gewissens wider, und das wiederum spiegelt die ganz eindeutige Verantwortlichkeit des Einzelnen für die Gesundheit dieses Landes wider.

Landgesundheit ist das Vermögen des Landes sich zu erneuern, zu regenerieren, dauerhaft für den Menschen als Spezies nutzbar zu sein.

Das Vermögen des Landes dies zu tun darf von uns nicht zerstört werden. Wir müssen uns bemühen dieses Vermögen zu verstehen und zu erhalten.

Schon Hesekiel und Jesaija stellen Raubbau am Land als unvorteilhaft und unrecht dar.

 

 

12) Ethik, Landethik ist eine Art entstehenden menschlichen Gemeinschaftssinnes, der heute, berechtigterweise, einem rein instinktgetriebenen Handeln, sowie einem puren, schroffen Individualismus, einer selbstsüchtigen sog. Gier, entgensteht, entgegen stehen muß.

 

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Viele der ökologischen Grundlagen der Landwirtschaft sind dem Großteil der Öffentlichkeit ebenso wenig bekannt wie die anderer Gebiete der Landnutzung.

So ist nur wenigen ( Gebildeten ? ) tatsächlich bewußt dass die fabelhaften Fortschritte in der Technik der letzten Jahrzehnte ( Leopold sagt dies 1948 ) Verbesserungen an der Pumpe sind, und nicht am Brunnen.

Hektar für Hektar werden es auch diese verbesserten Pumpen nicht schaffen den Schwund an Land- Fläche und - Fruchtbarkeit auszugleichen um die wachsenden Bedürfnisse des Homo sapiens zu befrieden. Dies wird am Ende das Ende des Anthropozens bedeuten. Die Menschen der Zeit des beginnenden 3. ten Jahrtausends müssen froh sein wenn Sie nicht diejenigen sind die dies erleben müssen.

Noch steuern sie selbst entwicklungsgeschichtlich geradewegs darauf zu !

 

Klaus Textor

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